Phasen einer Trennung

Die Phasen einer Trennung – So wirst du damit fertig

Trennungen gehören zur Liebe einfach dazu, auch wenn sie schmerzhaft sind und manchmal wie das Ende der Welt erscheinen. Am liebsten würde man diese schwierige Zeit einfach überspringen und von einer glücklichen Beziehung ganz einfach unbeschwert in die nächste gelangen. Doch Trennungen sind naturgemäß selten einfach und hinterlassen Narben. Gleichzeitig sind sie wichtig für den inneren Lernprozess. Somit gehören auch die Phasen einer Trennung zum normalen Geschehen.

Ist die Liebe erst einmal zu Ende, musst Du durch die Phasen einer Trennung durch, ob Du willst oder nicht. Doch es hilft, diese Trennungsphasen zu verstehen und gleichzeitig zu akzeptieren. Trennungen bedeutet immer auch Abschied. Ein Abschied geschieht selten freudig, sondern ist mit Trauer und Schmerz verbunden. Die Phasen, die wir seelisch bei einer Trennung durchlaufen, sind daher auch mit den Phasen der allgemeinen Trauerbewältigung zu vergleichen. Hier erfährst Du, was auf Dich zukommt.

Die Phasen einer Trennung – Phase 1: Verleugnung

Was ich nicht sehe, existiert auch nicht. Die erste Phase ist die der Verleugnung. Der oder die Verlassene möchte nicht wahrhaben, dass es nun wirklich zu einer Trennung kommt. Es ist ganz natürlich, in diesem ersten Schritt der Trennungsbewältigung sich weiter an die Hoffnung oder vielmehr an den Glauben zu klammern, es werde schon alles wieder gut, es renke sich schon irgendwie wieder ein. Auf diese Weise schützt uns unter Unterbewusstsein vor dem totalen Schock. Die Erkenntnis, dass die Trennung nun tatsächlich vollzogen wird, kann so langsam in unser Unterbewusstsein eindringen, während wir an der Oberfläche noch zu verdrängen versuchen.

Solange diese Phase der Verleugnung nicht allzu lange anhält ist sie völlig normal und gesund. Ist die Botschaft erst einmal richtig bei uns angekommen, sind wir bereit für den zweiten Schritt unserer Trennungsverarbeitung.

Die Phasen einer Trennung – Phase 2: Überkochende Emotionen

Die 2. Phase ist die der Wut. Wir sind in dieser Phase sauer auf alles und jeden. Wir sind wütend auf den Menschen, der uns das Unfassbare angetan hat, vielleicht auch wütend auf uns selbst, wütend auf das Universum, einen Gott, der so etwas zulässt oder ganz einfach auch auf jemand anderen, der vielleicht die Beziehung auf dem Gewissen zu haben scheint.

Wut drückt sich bei jedem anders aus. Manche müssen sich lautstark Luft verschaffen, schreien den Partner an, werden ausfallend oder brüllen und heulen sich in den eigenen vier Wänden die Seele aus dem Leib. Wieder andere geben der Wut nicht verbal Ausdruck, sondern reagieren sich körperlich ab, gehen Laufen, schlagen auf etwas ein, machen etwas kaputt oder treiben exzessiv Sport.

Wut erscheint immer erst einmal als etwas zutiefst Negatives und Zerstörerisches. Jedoch erfüllt sie eine wichtige Funktion. Sie wirkt wie ein Ventil, durch das unsere Verletzung, unser Schmerz und die noch nicht verarbeitete Trauer entweichen können. Wut ist daher ungeheuer wichtig, um all das Belastende nicht in sich hineinzufressen und seelisch daran zu ersticken.

Eine andere Möglichkeit der überkochenden Emotionen ist das Weinen. Auch dieses kann wie ein Ventil wirken. Wichtig ist in jedem Fall diesen Emotionen Raum zu lassen.

Die Phasen einer Trennung – Phase 3: Neuorientierung

In dieser entscheidenden Phase sind wir bereit, die Trennung als solche zu akzeptieren und uns neu auszurichten. Die Phase der Neuorientierung ist wichtig, um nicht auf der Stelle stehen zu bleiben, uns nicht in Phase zwei der Trennungsbewältigung, in Wut und Trauer zu verlieren, was möglicherweise zu seelischen Problemen führen würde.

Haben wir die Trennung angenommen, können wir uns also neu orientieren. Diese Neuorientierung kann ganz vielfältig sein. Manche Menschen legen sich ein neues Styling zu, andere suchen sich neue Hobbys. Mit der Trennung vom Partner ist ein Lebensabschnitt beendet. Mit ihm schwinden auch gemeinsame Aktivitäten, Hobbys und Rituale. Diese „Löcher“ in unserem Leben müssen gefüllt werden. Gleichzeitig gibt uns die Neuorientierung die Möglichkeit, nach vorne zu blicken und zuversichtlich in die Zukunft zu sehen.

Das muss nicht immer mit einer neuen Liebe verbunden sein – im Gegenteil. Wir nutzen diese Phase der Trennung oft, um uns neu zu erfinden, beruflich neue Wege einzuschlagen, neue Interessen zu entwickeln oder eine längst geplante abenteuerliche Reise zu unternehmen.

Gerade in dieser Hinsicht ist diese Phase besonders wichtig. Wir entwickeln uns hier enorm weiter und schöpfen bestenfalls Vorteile aus der Trennung. Oftmals glauben die betroffenen später, dass die Trennung und die damit verbundene Phase der Neuorientierung wichtig waren, um später ein erfüllteres Leben führen zu können.

Die Phase der Neuorientierung ist somit eine Phase der Aufbruchsstimmung. Eine Aufbruchsstimmung, die schließlich zur letzten Phase führt.

Die Phasen einer Trennung – Phase 4: Neue Perspektiven

Die Beziehung liegt in der Vergangenheit, die Gegenwart ist eine Phase der Neuorientierung. Somit wird es Zeit, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Denn jeder Mensch braucht eine Perspektive, ein Lebenskonzept, das ihm innerlich vorgibt, wohin ihn sein Weg führen soll.

Ein solches Lebenskonzept ist wichtig, um sich auszurichten und voranzugehen. Dabei ist dieses Konzept, wie wir nun gelernt haben, nicht statisch. Es kann sich je nach Lebenssituation verändern. Haben wir zuvor geglaubt, die Familiengründung wäre die naheliegende Zukunftsperspektive, sind wir nun mit der Wahrheit konfrontiert, dass dieses Modell zumindest jetzt nicht mehr greift. Sind wir erst über die Trennung hinweg, sind wir bereit, ein neues Lebenskonzept zu entwerfen.

Dieses kann neu und aufregend anders sein. Wir sind nicht mehr nur in Aufbruchsstimmung, wir sind bereits mitten im Aufbruch und haben eine Vorstellung davon, wohin die Reise gehen soll. Ob es dabei bleibt, oder ob wir irgendwann wieder ein neues Lebenskonzept entwerfen, wird die Zeit zeigen.

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