Narzissmus in der Partnerschaft

Narzissmus in der Beziehung – Was tun?

Hilfe, mein Partner ist ein Narzisst! Was tun, wenn Narzissmus die Beziehung gefährdet?

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Du lernst jemanden kennen und bist sofort hin und weg. Er (vielleicht auch sie) ist charmant, redegewandt und einnehmend. Er präsentiert sich von der besten Seite, scheint nur aus Vorzügen zu bestehen, ist aufmerksam und zieht gleichzeitig mühelos alle Blicke auf sich. Überwältigend, mit so einem Menschen zusammen zu sein. Doch dieses Glück kann schnell in regelrechten Psychoterror ausarten, denn es besteht die Möglichkeit, dass Du auf einen Narzissten gestoßen sind.

Am Anfang charmant und unwiderstehlich

Narzissten halten sich selbst für unwiderstehlich. Entsprechend selbstbewusst und einnehmend präsentieren sie sich. Kein Wunder also, wenn Du anfangs regelrecht überwältigt bist. Narzissten ziehen ihr Selbstbewusstsein aus der Zuwendung und der Bewunderer anderer. Also investieren sie viel Mühen darin, sich entsprechend der Außenwelt zu präsentieren.  Sie bestechen durch ihren besonderen Charme, haben gelernt, sich zu präsentieren und verstehen es durch ihre Eloquenz, sich in den Mittelpunkt zu rücken. Wenn Du von einem Narzissten bemerkt und vielleicht sogar erhört wirst, kannst Du Dich also geschmeichelt fühlen und darauf hoffen, dass etwas von dem Glanz auch auf Dich abfärbt.

Doch diese Hoffnung ist tückisch. Denn neben einem Narzissten ist wenig Platz für einen anderen Menschen. Narzissten gehen im Grunde keine Partnerschaften ein. Sie hoffen auf eine Verschmelzung, auf einen Menschen, der Teil von ihnen wird, ohne Anspruch auf Individualität zu haben.

Achtung – Daran erkennst Du einen Narzissten         

Der bereits beschriebene Charme ist bezeichnend für Narzissten. Narzissten hören sich selbst gerne reden und lechzen regelrecht nach der Bewunderung des Gegenübers. Er wird es demnach nie müde, Dir von seinen großartigen Taten und Vorzügen zu erzählen, dabei immer wieder die eigenen Qualitäten hervorheben.

Du selbst kommst in Gegenwart eines Narzissten eher selten zu Wort. Denn Zuhören gehört nicht zu den Stärken des Narzissten. Auch duldet er kaum eine andere Meinung als die eigene. Eine eigene Persönlichkeit ist hier nicht erwünscht.

Narzissten geraten mit ihren Mitmenschen häufig in Konflikte. Doch sie sehen die Schuld niemals bei sich selbst. So ist es typisch für einen Narzissten, dass er davon erzählt, wie oft man ihm in der Vergangenheit Unrecht getan habe. Ob im Beruf, im privaten Bereich, in vergangenen Beziehungen: Der Narzisst sieht sich selbst immer als Opfer, hat vermeintlich alles richtiggemacht und schiebt das Scheitern auf das Versagen und Fehlverhalten der jeweils anderen. So ist der Narzisst Kritik gegenüber nicht gerade offen. Er wird sich stattdessen bevorzugt mit Menschen umgeben, die ihm nicht wiedersprechen, sondern sich anpassen.

Narzissmus in der Beziehung: Leben mit einem Narzissten

Mit einem Narzissten zu leben ist schwer. Er kann andere Individuen neben sich nur schwer akzeptieren. Sein Ego ist so groß, dass es an seiner Seite kaum Entfaltungsmöglichkeiten gibt. Solange man sich hier zurücknimmt und dem Narzissten den großen Auftritt ohne zu widersprechen überlässt, mag man einige Zeit mit ihm zurechtkommen. Doch auf Dauer wird das Zusammenleben mit einem Narzissten immer schwierig sein. So einnehmend er ist, so fordernd ist er auch. Im Zusammenleben fällt es daher sehr schwer, es dem Narzissten langfristig recht zu machen. Gerade in einer Partnerschaft gerät die Beziehung schnell in ein Ungleichgewicht und artet in psychischen Stress aus.

Narzissmus und Partnerschaft

Narzissten sind sich eigentlich selbst genug. Sie sehen sich als Nabel der Welt und brauchen allenfalls Bewunderer und Unterstützer, nicht aber einen Partner auf Augenhöhe. Daher könnte man meinen, Narzissten könnten keine Partnerschaft führen. Tatsächlich ist eine echte Beziehung mit Narzissten sehr schwer vorstellbar. 

Partner von Narzissten verhalten sich komplementär. Sie zeigen sich in der Regel unterwürfig, passen sich an und sind sehr darum bemüht, es dem Narzissten recht zu machen. Sie zollen ihm bestenfalls Bewunderung und tun alles, damit sich der Narzisst bestätigt fühlt. Gleichberechtigung herrscht in solch einer Beziehung eher nicht.

Das Problem ist dabei, dass Narzissten bei all ihrer Selbstherrlichkeit im Grunde ein sehr schwaches Selbstwertgefühl haben. Daher sind sie ständig auf der Suche nach Bestätigung. Ihr Partner soll sie in den Mittelpunkt all seines Tuns stellen. Da eine solche Persönlichkeit rastlos ist, kommt der Narzisst auch innerhalb seiner Beziehung nicht zur Ruhe, sondern verstärkt den Druck auf seinen Partner im Laufe der Zeit häufig. Das Zusammenleben mit dem Narzissten kann also in regelrechten Psychoterror ausarten.

Gleichzeitig haben auch die Partner meist Schwierigkeiten mit dem Selbstbild. Auch sie neigen zu einem schwachen Selbstwertgefühl, kompensieren dies jedoch mit der Unterwürfigkeit und dem Wunsch, sich dem bewunderten Partner anzupassen und so sich seine Liebe dauerhaft zu sichern. Auch das gelingt in vielen Fällen nur bedingt. Eine Weiterentwicklung, wie sie in anderen Partnerschaften üblich ist, kann nicht stattfinden.

Narzissmus in der Beziehung: Was tun?

Wenn Du ein starkes Selbstbewusstsein hast, wirst Du in einer Partnerschaft mit einem Narzissten eher weniger glücklich werden. Meist bemerken seelisch stabile und selbstsichere Menschen nach recht kurzer Zeit, wie es um den Narzissten bestellt ist und ziehen sich zurück, bevor es zu einer ernsthafteren Bindung kommt.

Solltest Du dennoch in einer Beziehung mit einem narzisstischen Menschen leben und unter dieser Situation leiden, ist eine Verbesserung meist nur mit professioneller Unterstützung möglich. Wünschenswert wäre es dabei, wenn der Partner seine nazistische Neigung erkennt und bereit ist, sich helfen zu lassen. In einer Therapie kann der Narzissmus mit der Zeit recht gut in den Griff bekommen werden. Gleichzeitig ist dem Komplementärpartner zu raten, ebenfalls eine Therapie in Anspruch zu nehmen und dabei die Hintergründe für die eigene Unterwerfung und Anpassung zu hinterfragen. So erhält er die Möglichkeit, Selbstvertrauen aufzubauen und zu erkennen, dass er innerhalb der Partnerschaft durchaus eine individuelle Persönlichkeit entwickeln sollte.

Unabhängig davon empfiehlt es sich, eine Paartherapie in Anspruch zu nehmen und die jeweilige Rollenverteilung innerhalb der Beziehung zu durchleuchten und gegebenenfalls zu verändern, so dass eine größere Gleichberechtigung möglich wird.

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