Kommunikation in der Partnerschaft

Die richtige Kommunikation in der Partnerschaft

Heute geht bereits jede zweite bis dritte Ehe in Deutschland nach relativ kurzer Zeit in die Brüche. Die Zahl der gescheiterten Beziehungen, die ohne Trauschein geführt werden, ist ungleich höher. Gründe für Trennungen und Beziehungskisten sind vielfältiger Natur. Doch die meisten haben eines gemeinsam: Es fehlt an guter, konstruktiver Kommunikation in der Partnerschaft. Viele Beziehungen könnten demnach gerettet werden, wenn Paare mehr und vor allen Dingen richtiger mit einander sprechen würden.

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Kommunikation in der Partnerschaft – Das Schlüsselprinzip 

Hand aufs Herz: Wenn Du in einer längerfristigen Partnerschaft lebst, verlernst Du im Laufe der Zeit zu sprechen. Natürlich unterhalten sich Paare über Alltagsprobleme, über die großen und kleinen Themen, die sich im Laufe des Tages entwickeln, doch gerade wenn es um innere Bedürfnisse, Ängste, Sorgen und Probleme geht, schweigen wir allzu oft.

Bedürfnisse und Wünsche werden häufig nicht angesprochen, weil wir dem Partner nicht zur Last fallen wollen oder weil wir unsere Wünsche mit der aktuell gemeinsamen Lebensführung nicht vereinen können. In der Paarbeziehung haben individuelle Entfaltungsmöglichkeiten wenig Raum, also werden geheime Wünsche eher unterdrückt und irgendwann gar nicht mehr angesprochen. Sorgen und Nöte werden ebenso zum Tabuthema, teils, weil die Erfahrung uns gelehrt hat, dass der Partner nicht wie erhofft darauf reagiert, teils, weil sie in der Vergangenheit nicht ernst genommen wurden oder weil wir uns dessen einfach schämen. Viel zu oft glauben wir, innerhalb einer Beziehung stark und gefestigt sein zu müssen und wagen nicht, durch die Äußerung von Ängsten Schwäche zu offenbaren. Dabei ist gerade diese Kommunikation in der Partnerschaft ein wichtiger Punkt den eigenen Schwächen keine Chance zu geben, sich zum Problem zu entwickeln. 

Sind wir unzufrieden, wollen wir durch das Ansprechen nicht Konflikte auslösen. So werden auch hier eigene Wünsche unterdrückt. Unzufriedenheit wird dann schnell zum Gefühl des Unglücklichseins. Und selbst dann weichen wir den Konflikten aus und versuchen, so lange wie möglich die Fassade aufrecht zu erhalten. Nicht ohne Grund kommt es dann sehr oft scheinbar plötzlich zum Bruch, ohne dass dem Partner bewusst war, dass es in der Beziehung ernsthafte Probleme gab.

Kommunikation ist also unerlässlich! Wir müssen miteinander reden, auch wenn es manchmal vielleicht unangenehm ist. Nur sollten wir auf die richtige Form der Kommunikation achten.

Wir sprechen nicht die gleiche Sprache

Wir wissen längst, dass Frauen und Männer nicht die gleiche Sprache sprechen. Das macht es sehr schwer, Dinge auszudiskutieren. An der oft zitierten Aussage, Männer seien einfacher gestrickt, ist insofern durchaus etwas dran, als Männer wenig um den heißen Brei reden. Sie lieben klare Ansprachen, was gesagt werden muss, sollte gesagt werden. Was nicht gesagt wird, befindet sich außerhalb der Wahrnehmungszone. Frauen hingegen gehen subtiler vor. Sie machen Andeutungen und lassen viel Unausgesprochenes im Raum stehen in der Hoffnung, er würde es von alleine verstehen. Hier entstehen jedoch häufig Missverständnisse. Er kann oft nicht nachvollziehen, weshalb sie gefrustet ist, fällt aus allen Wolken, wenn plötzlich die Partnerschaft in Frage gestellt wird, obwohl seiner Ansicht nach bisher nie ein offensichtliches Problem bestand. Sie ist enttäuscht, dass er nicht von alleine darauf gekommen ist, was sie innerhalb der Beziehung stört, und kann seine Überraschung nicht nachvollziehen. Schließlich hat sie ihm genügend Hinweise gegeben.

Natürlich kann man die Gesprächssituation zwischen Mann und Frau nur bedingt verallgemeinern, doch eines lässt sich aus dieser häufig gemachten Beobachtung feststellen: Werden Probleme nicht offen und direkt angesprochen, und nehmen beide Parteien das Gespräch nicht ernst, kann es im Nachhinein zu einem Bruch kommen, der sich nur schwer kitten lässt, aber verhindert hätte werden können.

Falsche Kommunikation in der Partnerschaft gefährdet die Beziehung

Eine offene Kommunikation beinhaltet natürlich auch das Austragen von Konflikten. Dabei ist es jedoch ungemein wichtig, dies auf die richtige Art und Weise zu tun. Wer alles ohne Rücksicht auf Verluste auszudiskutieren versucht, provoziert allzu häufig Streitereien, die sehr viel verbrannte Erde hinterlassen. Gerade innerhalb einer Beziehung kommt es daher auf die richtige Streitkultur an.

Streit an sich ist nichts Verkehrtes. Manchmal muss Frust und Unzufriedenheit einfach Luft gemacht werden. Daher ist Streit manchmal absolut wichtig. Nur wenn der Ackerboden ordentlich umgepflügt wurde, kann neue Saat darauf wachsen. Dabei soll ein Streit bzw. das Austragen eines Konfliktes immer fruchtbar und konstruktiv sein, niemals zerstörerisch.

Gerade hierin liegt oftmals das Tückische. Viele Betroffene schweigen über ihre Ängste und Probleme zu lange, bis das Fass sprichwörtlich bis zum Überlaufen voll ist. Dann entlädt sich der Frust urplötzlich mit angestauter Wut und bricht wie eine Naturkatastrophe über den bislang ahnungslosen Partner hinein. Dabei werden oft auch Aussagen getroffen, die verletzend sind, manchmal bewusst, manchmal ohne Absicht. Von solchen Auseinandersetzungen bleiben Narben zurück. Allzu oft verlieren sich Paare dann in einem Streit, der mit dem Ausgangsthema nichts mehr zu tun hat, da gleichzeitig weitere Themen hochkochen, die ebenfalls bislang verschwiegen oder verdrängt wurden.

Ein häufiger Fehler, der dabei gemacht wird, ist das Verwenden von anklagenden Formulierungen „Du hast dich falsch verhalten“ oder „Du schenkst mir keine Aufmerksamkeit“ oder Verallgemeinerungen „Nie hörst du mir zu!“ Damit wird der Partner heruntergemacht, erhält das Gefühl, alles falsch zu machen und reagiert möglicherweise wütend auf die Schuldzuweisungen. Gelöst wird der Konflikt damit jedoch leider nicht.

Wie sieht richtige Kommunikation in der Partnerschaft aus?

Richtig ist es immer, Konflikte nicht genau dann auszutragen, wenn die Wut gerade überkocht. Im Grunde sind Ihre Probleme und Sorgen ja immer unterschwellig dar. Machen Sie sich also in Ruhe Ihre Gedanken zum Thema und überlegen Sie sich, wie Sie mit Ihrem Partner darüber sprechen wollen. Nutzen Sie dann für das Gespräch einen ruhigen Moment, in dem Sie beide emotional nicht aufgewühlt sind.

Vermeiden Sie Schuldzuweisungen, auch unbewusst ausgesprochene. Verzichten Sie also auf „Du“-Sätze, sondern sprechen Sie von „Ich“. So können die Formulierungen beispielsweise lauten „Ich fühle mich vernachlässigt“, „Ich habe das Gefühl, du hörst mir nicht zu“, „Ich fühle mich unverstanden.“

Nehme die Probleme Deines Partners immer ernst und frage gegebenenfalls nach. Lasse Kritik zu und denke in Ruhe darüber nach, weshalb sich Dein Partner gerade so und nicht anders fühlt. Wenn Sätze mit „Ich“ formuliert werden, entsteht kein Gefühl der Anklage. Somit nimmt der jeweilige Partner das Gesagte auch nicht so schnell persönlich.

Verzichte auch auf Verallgemeinerungen. Streiche Wörter wie „immer“ und „nie“, es geht schließlich nur um diesen einen Moment. Es verbietet sich auch, während einer Diskussion andere, alte Themen wieder aufzurollen. Das ist unfair und provoziert nur neuen, zermürbenden Streit. So sieht keine gute Kommunikation in der Partnerschaft aus, sondern führt immer mehr Richtung Abgrund.

Sprecht stets offen und unmittelbar miteinander und geht niemals davon aus, dass der andere von alleine versteht, was in Dir vorgeht. Richtige Kommunikation kann erst einmal anstrengend sein und eine große Umstellung in Deiner Gewohnheiten bedeuten. Doch Du wirst schnell eine deutliche Verbesserung Deiner Beziehung feststellen.

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